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Sägen, schrauben, schweißen – offene Werkstätten ermöglichen das Selbermachen für alle. Hier stehen Maschinen und Werkzeuge bereit, die sich Einzelne nicht leisten können. Erfahrene helfen Anfängern, gemeinsam entstehen Möbel, werden Fahrräder repariert, Ersatzteile mit 3D-Druckern hergestellt. Repair-Cafés, Upcycling-Workshops oder Kinderwerkstätten erweitern das Angebot. Offene Werkstätten fördern Nachhaltigkeit, Kreativität und Gemeinschaft.
In welchem Kontext hilft eine Werkstatt? Warum ist eine Werkstatt wichtig?
Im ländlichen Raum gibt es sowohl wenig Angebote für Kinder und Jugendliche als auch wenig handwerkliche und künstlerische Angebote. Die Lösung wäre also, beides miteinander zu verbinden und einen Ort anzubieten, an dem man mit Werkzeugen gemeinsam Dinge erschaffen kann. Eine Werkstatt ist gleichzeitig ein Ort der Begegnung.
Wie geht das? Was ist zu beachten?
Zuerst einmal müsst ihr euch überlegen, was für ein Angebot es geben soll. An oder mit welchen Materialien soll in der Werkstatt gearbeitet werden? Handwerklich mit Holz oder Metall, mit mechanischer Technik, mit digitaler Technik, in einem Fab Lab oder soll bei euch ein Kunsthandwerk betrieben werden (Nähen, Töpfern, Buchbinden)?
Betreiberkonzepte
- Verbindung der Werkstatt mit einer Küche zum gemeinsamen Kochen oder einem Café
- generationenübergreifende Projekte
- Nutzung leerstehender Gebäude
- Zusammenarbeit mit lokalem Handwerk, Direktvermarktung der hergestellten Dinge, Verkauf bei (Dorf-)Festen und dortige Vorstellung der Werkstatt
- Einrichtung einer Werkstatt an einem CoWorking-Place
Welche Grundausstattung in eine Werkstatt gehört, was ihr bei der Raumsuche beachten müsst, z. B. bzgl. Strom- und Wasseranschlüssen, erfahrt ihr hier.
Der Verbund Offener Werkstätten will mit Vernetzung, Austausch und Beratung alle offenen Werkstattprojekte fördern. Neben einem jährlichen Netzwerktreffen bietet es Weiterbildungen und gegenseitige Projektbesuche.